Die Zukunft am Weg: Physikalisches Recycling

Physikalisches Recycling von Styropor-Abfällen

Beim physikalischen Recycling wird das Polystyrol unter Verwendung von Lösungsmitteln wiedergewonnen. Am bekanntesten ist das CreaSolv®-Verfahren des deutschen Fraunhofer-Institutes für Verfahrenstechnik und Verpackung. Es gewährleistet ein technisch, wirtschaftlich und ökologisch nachhaltiges Recyclingsystem für Styropor-Abfälle und setzt die Vision einer europäischen Strategie für Kunststoffe in einer Kreislaufwirtschaft in die Realität um.

 

 

Beim CreaSolv®-Verfahren wird das Polymer Polystyrol aufgrund seiner spezifischen Löslichkeit in hoher Reinheit wiedergewonnen. Das besondere Potenzial des Verfahrens liegt in der Reinigung des Materials auf molekularer Ebene. Qualitätsbeeinflussende Störstoffe werden schonend und unter Erhalt der Polymereigenschaften entfernt. Bei HBCD-haltigem Styropor besteht die Möglichkeit, das Flammschutzmittel abzutrennen und daraus das Brom in einem separaten Prozess rückzugewinnen.

 

 

In Montréal (Kanada) hat 2018 das Technologie-Startup Polystyvert die weltweit erste Anlage für die lösemittelbasierte Aufbereitung von Polystyrol in Betrieb genommen. Und im holländischen Terneutzen entsteht derzeit eine Pilotanlage, die mit diesem Verfahren Wärmedämm-Verbundsysteme (WDVS) und Innendämm-Systeme (IDS) mit Flammschutzadditiven recyceln wird.

PolyStyreneLoop

Mit dem Polystyrene-Loop-Verfahren ist es künftig möglich, aus bereits verwendetem EPS wieder hochwertige neue Produkte herzustellen. Damit wäre der Wertstoffkreislauf geschlossen..
https://polystyreneloop.org